Hiermit lade ich Sie zur Feier eines alten Rituals ein.




"Die Schwitzhütte ist eines der ältesten, bekannten Rituale der Menschen".

Die hier von mir beschriebene Form ist eine Möglichkeit. Da es für die Schwitzhütte weder eine DIN Norm noch eine Zertifizierung nach ISO DIN 9000 irgendwas gibt, existieren entsprechend viele Variationen. Da ich selbst kein Indianer bin, fühle ich mich einerseits mit dieser Tradition verbunden,
andererseits auch mit der Aufgabe konfrontiert, meinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Der von mir hier beschriebene Ritualablauf folgt dem, den ich als ersten kennenlernte und den ich als für mich stimmig erlebe.


Ein Ritual ist eine Absicht, die in eine bewußte Handlung eingebunden wird und in einem größeren Zusammenhang steht.

Mit ihm lassen sich oft energetische und spirituelle Abläufe und Strukturen erkennen, die mit dem physischen Auge nicht wahrzunehmen sind. Die Absicht ist dabei stets auf das Gesunden im Sinne des Sich- Erweiterns und Reifens gerichtet. Deshalb kann ein Ritual gut unterstützen beim Beten, Anrufen, Reinigen, Heilen, Lösen, Meditieren etc. Jede kleinste Handlung Ausdruck und Sprache, ist beim Ritual
mit Bewußtsein durchtränkt. Der Mensch ist dadurch aufmerksam und gesammelt.
Rituale können stimmungsvoll, kraftvoll, innig bis humorvoll und ausgelassen sein - also so wie das Leben. Bader Marlies, Räuchern mit heimischen Kräutern, S. 124


Von den Indianern Nordamerikas seit vielen hundert Jahren gefeiert, ist sie aber auch bei anderen Völkern des Nordens bis nach Sibirien bekannt. Die moderne, bei uns bekannte moderne Ausprägung ist die Sauna. Die traditionelle Schwitzhütte hat jedoch eine wesentlich spirituellere Ausrichtung.
Die Schwitzhütte wird vor allen wichtigen Unternehmungen zu Reinigung gebraucht. Sie steht Männern und Frauen gleichermaßen offen. In manchen Traditionen sind Frauen während ihrer Mondphase vom Ritual ausgeschlossen.
Manche Quellen sprechen davon, dass die Hütte ursprünglich für die Männer entwickelt worden sei, weil die Frauen ihre menstruelle Reinigung haben...
 


Ich erlebe es als sehr günstig, wenn sich die TeilnehmerInnen für das Ritual ein gemeinsames Wochenende Zeit nehmen.

In der Form, in der ich das Ritual am liebsten feiere, treffen wir uns Freitagabends zum Abendessen. Anschließend gibt es eine Einstimmung ins Wochenende.
Am Samstag vor dem Frühstück gibt es eine Körperarbeit oder die Einladung zu einer Awarenessübung. Nach dem Frühstück ist es nötig, mehrere Dienste für die Gruppe zu leisten. Einige bereitet das Abendessen und den Kuchen für den Sonntag vor, andere kümmern sich um den Aufbau der Hütte und wieder andere kümmern sich um die übrigen Aufgaben, wie Holz machen o.ä.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Manche nutzen die Zeit zum Trommeln, zur Meditation, lesen, zum Gespräch, schlafen ...

Je nach Jahreszeit beginnt das Ritual zwischen 16.00h und 19.30h. Der Zeitpunkt wird so gewählt, dass die Hütte auf jeden Fall in der Dunkelheit endet.

Der Sonntag dient dem Nachklang, Aufräumen, Nachbesprechung...